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Da in diesem Jahr erstmals mit ToF (Time of Flight: wie lange ein Aktiver bei seiner
Übung in der Luft ist) gewertet wurde, also der ToF-Wert in Sekunden zu den übrigen Punkten für
eine Übung hinzuaddiert wurde, sind die erzielten Punktzahlen diesmal merklich höher als im letzten Jahr.
Wir hatten 4 Mädchen für die Jahrgangsgruppe bis 11 Jahre gemeldet, und diese vier Musketiere belegten die vier ersten Plätze ihrer Gruppe: Celina Seidel verdankt ihren Sieg (108,2 Punkte) ihrer besseren Haltung in der Pflicht, denn in den beiden Kürübungen war sie nur insgesamt 1 Zehntel besser als Megumi Yoshizawa (106,0). Chiara Bachnick (3. / 105,6) erhielt in allen drei Übungen jeweils etwa 2 Punkte mehr als ihre Zwillingsschwester Celine (4. Platz mit 99,3 Punkten). Bei den Schülern bis 11 Jahre (Mindest-Pflicht L7) wäre David Korge (2. / 98,2) sicherer Sieger geworden, wenn er seine 1. Kür nicht nach 8 Teilen mit sicherem Stand beendet hätte. Xenia Heuschkel lag in der Gruppe 12 bis 14 Jahre nach der Pflicht 2,0 Punkte vor, nach der 1. Kür 0,2 Punkte vor und nach der Final-Kür leider 0,1 Punkt hinter der Siegerin aus Rudow: 2. Platz mit 122,2 Punkten. Laura Eyer gelang in ihrer 1. Kür nach dem relativ einfachen Salto zum Sitz das Aufstehen nicht, was sie ca. 4 Punkte kostete. In der Final-Kür klappte es dann einwandfrei. So kam Laura knapp 1 Punkt hinter der Bronze-Gewinnerin vom FEZ Wuhlheide mit 109,8 Punkten auf den 4. Platz. Bei den Jugendturnerinnen (15 -17 Jahre) hätte es hinter der soveränen Siegerin aus Rudow ohne den Patzer von Soraya Höfs in der Pflicht (aus der Rückenlage nur eine Viertel-Schraube statt einer halben Schrauben zum Stand) einen spannenden und engen Kampf um die Silbermedaille gegeben. So wurde es der 3. Platz mit 110,3 Punkten. Meret Vollmann hatte fleißig trainiert, um die M7 zu schaffen, hat die M7 dann auch im Wettkampf geschafft, konnte aber leider ihre drei Übungen nicht ganz mit der guten Haltung wie im Training zeigen. In Bezug auf die Sprunghöhe lag sie vorn bei den Turnerinnen (19 Jahre und älter), nach Punkten wurde Meret Zweite mit 114,8 Punkten. In der Pflicht konnten unsere drei Turner noch locker mithalten, aber in den beiden Kürübungen zogen die Konkurrenten aus Rudow und vom FEZ Wuhlheide ihnen davon. Norbert Lienig zeigte drei sichere Übungen und wurde mit 130,3 Punkten und einer Bronzemedaille belohnt. Niklas Babel kam in Pflicht und 1. Kür jeweils am Ende fast auf die Trampolin-Umrandung, was herbe Punktabzüge zur Folge gehabt hätte. In seiner Final-Kür blieb er dann mit einer sauberen Übung bis zum Ende in der Mitte des Trampolins. Dadurch vermied er auch einen durch das starke "Wandern" meistens hervorgerufenen Höhenverlust: 4. Platz mit 129,7 Punkten. Louis Grohé springt zwar höher, aber nicht ganz so elegant wie Niklas. Diese Sprunghöhe brachte Louis die Führung nach der Pflicht. In der 1. Kür trieb es ihn aber nach dem 3. Teil auf die Sicherungsmatte außerhalb des Tuches, was Abbruch bedeutet. Nun wollte Louis es wenigstens in seiner Final-Kür "mal so richtig krachen lassen" und begann diese Übung mit einem dreifachen Salto mit halber Schraube, einem sog. Triffis. Diesen extrem schwierigen Sprung konnten wir in Berlin schon seit vielen Jahren nicht mehr bewundern. Allerdings landete der darauf folgende Salto auch wieder außerhalb des Tuches auf der Weichbodenmatte - aber im sicheren Stand. Die 60,9 Punkte bedeuteten den 5. und letzten Platz, aber ein tosender Applaus begleitete Louis beim Verlassen des Trampolins. Insgesamt sammelte TuSLi 8 von 22 vergebenen Medaillen, FEZ und SSC je 5, VfL Lichtenrade keine und Rudow 4, allerdings alle in Gold. Die Haltungskampfrichter kamen diesmal erfreulicherweise nicht zum größten Teil von TuSLi, sondern schön gleichmäßig verteilt auch vom SSC, aus Lichtenrade und vom FEZ Wuhlheide. Bernd-Dieter Bernt |
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